Auf ein Wort mit Martin Lindstrom. Seine erste Agentur gründete er mit 12 Jahren. Aber nicht nur aufgrund seiner langjährigen Erfahrung gehört Martin Lindstrom zu den Top Marketing-Experten und Top-Speakern unserer Zeit. Das Time Magazine zählte ihn 2009 sogar zu den „World’s 100 Most Influental People.“

Seine Ideen und Gedanken, verfasst in sechs bahnbrechenden Werken, gelten als zukunftsweisend. Sein neuester Topseller „Small Data: Was Kunden wirklich wollen – wie man aus Hinweisen geniale Schlüsse zieht“ erschien im Februar diesen Jahres.

Herr Lindstrom, alle reden über „Big Data“, warum kümmern Sie sich um „Small Data“?
Lindstrom: Kleine Hinweise oder Beobachtungen, also „Small Data“, sind scheinbar unbedeutende Verhaltensmuster, welche einen oder mehrere unbefriedigte Wünsche offenbaren. „Small Data“ ist die Basis für neue Ideen und den Transformationsprozess von erfolglosen Marken zu erfolgreichen Marken.

Der Unterschied zwischen „Big Data“ und „Small Data“ ist, dass bei „Big Data“ nach Korrelation, also nach Übereinstimmung gesucht wird. Bei „Small Data“ fokussieren wir uns auf Kausalität, also auf die Ursache die hinter einem Verhalten oder einem Hinweis steckt. Anhand von „Big Data“ können Sie Trends identifizieren, aber Sie wissen nicht warum diese Trends sich entwickelt haben. Hierfür benötigen Sie „Small Data“.

Ein Beispiel: „Big Data“ hat den „Brexit“ als unwahrscheinlich erklärt. „Small Data“ hat ihn anhand von vielen Hinweisen und Beobachtungen in Großbritannien als wahrscheinlich eingestuft. Ohne die Erkenntnisse aus „Big Data“ mit den Hinweisen aus „Small Data“ abzugleichen, können Sie die Informationen nicht sinnvoll und nachhaltig verwerten.

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